Siedlungs­strukturkonzept Wolfsburg

Erarbeitung eines Siedlungsstrukturkonzeptes (Wirtschaft und Wohnen) für die Stadt Wolfsburg

Die rund 125.000 Einwohner zählende Stadt Wolfsburg hat die Strukturkrise der 1990er-Jahre überwunden und ist zu einer der dynamischsten und wirtschaftlich stärksten Städte Deutschlands aufgestiegen. Auf dem Weg dorthin hat sich Wolfsburg nicht nur auf das Wirtschaftswachstum konzentriert, sondern auch eine sehr aktive Stadtentwicklungspolitik verfolgt. Diese war neben dem wirtschaftlichen Aufschwung nur bei einer stabilen bzw. steigenden Bevölkerungszahl möglich. Für eine langfristig aktive Siedlungsentwicklung ist es erforderlich, auch zukünftig entsprechende Flächenpotenziale nutzen zu können.

Mit dem Strukturkonzept werden die flächenmäßigen Grundlagen gelegt, damit sich Wolfsburg auch über den aktuellen Flächennutzungsplan hinaus nach 2020 weiterentwickeln kann. Ziel ist es zum einen, eine flächenmäßige Stadtentwicklungsvision für Wohnen und Wirtschaft für das Jahr 2050 zu erarbeiten. Das Strukturkonzept bildet zum anderen den strategischen Rahmen der Siedlungsflächenentwicklung, um die städtische Perspektive in das niedersächsische Raumordnungsprogramm und die regionalen Raumordnungskonzepte einbringen zu können.

Es werden übergeordnete Trends und Standortanforderungen zu den Themen Wohnbauflächen und Wirtschaftsflächen untersucht sowie quantitative und qualitative Bedarfe und das vorhandene Flächenportfolio untersucht. Parallel hierzu wurden mithilfe einer Restriktionsanalyse Räume sondiert, die grundsätzlich für eine weitere Siedlungsentwicklung (Wohnen / Wirtschaft) geeignet sind. Ausgewählte Flächen wurden zudem vertiefenden Betrachtungen unterzogen.

Neben der fachplanerischen Tätigkeit wird die Erarbeitung des Strukturkonzepts von einem Dialogprozess mit Vertretern der Fachverwaltungen, der Wirtschaftsförderung und der Politik begleitet.