Städtebauliche Studie Hertie-Grundstück Rheine

Erarbeitung einer städtebaulichen und verkehrlichen Studie zum Hertie-Grundstück in Rheine

Die Stadt Rheine, an der Ems gelegen, ist eine mittelgroße, ca. 75.000 Einwohner zählende Stadt im nördlichen Münsterland. Rheine ist die größte Kommune im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt und nimmt als Mittelzentrum entsprechende Versorgungsfunktionen wahr, die sich insbesondere in der Innenstadt konzentrieren. Die Innenstädte befinden sich generell im Wandel. Symptome dieses Wandels sind Leerstände von Kaufhausimmobilien und anderen Großstrukturen in den Kernbereichen mittlerer und großer Städte, die zu nachhaltigen Imageschäden, weiteren Leerständen und Trading-Down-Effekten in den unmittelbar umgebenden Handelslagen führen können.

Die seit acht Jahren leer stehende Hertie-Immobilie liegt am Schnittpunkt der kleinteiligen historischen Innenstadt Rheines und des innerstädtischen Verkehrsrings. Die Hertie-Immobilie stellt eine Großstruktur dar, die vielschichtig in ihr räumliches, funktionales Umfeld eingreift. Durch den Erwerb der Immobilie kann die Stadt Rheine die Entwicklung des gesamten Standortes aktiv und mit einem eigenen Qualitätsanspruch vorantreiben. Hierzu wurde SSR mit der Erstellung einer städtebaulichen und verkehrlichen Studie beauftragt, die inhaltliche Grundlagen und einen Orientierungsrahmen für ein mehrstufiges, strukturiertes Bieterverfahren erarbeiten sollte.

Lösung 

In einer Analyse wurden die funktionalen und städtebaulichen Rahmenbedingungen der Hertie-Immobilie erfasst und einer Bewertung unterzogen. Daneben wurden die Verkehrserschließung und die Tiefgaragensituation auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft. Aus einer Bestandsbewertung wurden übergeordnete Ziele für die Entwicklung des Standortes abgeleitet, um vorhandene Mängel zu beseitigen und Stärken des Standortes zu nutzen. In einem nächsten Schritt wurden auf Grundlage der Entwicklungsziele Anforderungen an die zukünftige Entwicklung des Standortes – bezogen auf zukünftige Nutzungen, die funktionale und städtebauliche Einbindung, die Gestaltung sowie die verkehrliche Anbindung – formuliert.

Mit daraus abgeleiteten Bewertungskriterien wurden vier mögliche hochbauliche Entwicklungsvarianten für den Standort bewertet. Diese Bewertung liefert Hinweise auf eine empfehlenswerte Entwicklung des Hertie-Grundstückes. In einem Ausblick wurde dargestellt, welche offenen Fragen vor dem Bieterverfahren zu klären sind, welche Vorgaben für das Bieterverfahren bestehen, was im Rahmen des Verfahrens durch die Teilnehmer zu lösen ist und welche städtebaulichen Kriterien für die Beurteilung der Beiträge zum Verfahren empfohlen werden.

Erfolg 

Die Studie hat auf Grundlage einer Analyse des Hertie-Gebäudes und seines Umfeldes städtebauliche und verkehrliche Rahmenbedingungen für eine zukünftige Entwicklung des Standortes ermittelt und ist damit eine fundierte fachliche Grundlage für die erfolgreiche Vorbereitung und Durchführung eines mehrstufigen Bieterverfahrens.

zentrale Projektbausteine 

  • Analyse relevanter städtebaulicher und verkehrlicher Rahmenbedingungen
  • Stärken-Schwächen-Profil
  • Ziele für die Entwicklung des Standortes und Zielskizze
  • Anforderungen an die Entwicklung des Standortes aus städtebaulicher und verkehrlicher Sicht
  • Leitskizze und Leitlinien der Entwicklung