Stadtentwicklungs­konzept Hilden

Stadtentwicklungskonzept für die Stadt Hilden, insbesondere Erarbeitung einer kommunalen Handlungsstrategie zur kleinräumigen Wohnbaulandentwicklung

Die kreisangehörige Stadt Hilden profitiert aufgrund ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur Landeshauptstadt Düsseldorf von erheblichen Wanderungsgewinnen aus der Region. Nach bisherigen Bevölkerungsprognosen bestehen für die Stadt deshalb mittelfristig zwar keine Schrumpfungstendenzen, auf die sich die Planung einstellen müsste. Dennoch stellt der von Wanderungsgewinnen überlagerte demografische Wandel auch Hilden vor planerische Herausforderungen. SSR sollte als Beitrag zur Stadtentwicklung eine kommunale Handlungsstrategie zur kleinräumigen Wohnbaulandentwicklung in Hilden erarbeiten.

Lösung 

Auf der Grundlage einer kleinteiligen Analyse der demografischen Veränderungsprozesse und ihrer Folgen für den Wohnungsbestand sowie einer ebenfalls kleinteiligen Bevölkerungsvorausberechnung wurde von SSR eine praxisgerechte Wohnbaulandentwicklungsstrategie erarbeitet. Die Bevölkerungsvorausberechnung beinhaltete einen Vergleich der Effekte verschiedener Wohnbauflächenentwicklungsstrategien.

Die einzelnen Wohnbauflächenpotenziale wurden einer städtebaulichen Analyse unterzogen und ihre Herstellungs- und Folgekosten für den kommunalen Haushalt mit der Software LEANKom bewertet. Unter Berücksichtigung bestehender Nachfragetrends am Wohnungsmarkt und bekannter Wohnungsmarktdefizite wurden Entwicklungsvorschläge für einzelne Flächen sowie Hinweise für die allgemeine Stadtentwicklungsplanung abgeleitet.

Erfolg 

Das entstandene strategische Stadtentwicklungskonzept wurde in der Folge nicht nur vom Rat der Stadt als zukünftige Handlungsstrategie beschlossen, sondern auch von der Immobilienbranche als beispielhaft ausgezeichnet: Es erhielt eine Nominierung für den "Immobilienmanager.AWARD 2011" in der Kategorie Stadtentwicklungskonzepte.

zentrale Projektbausteine 

  • Demografieanalyse
  • Risikoanalyse für den Wohnungsbestand
  • Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung unter Berücksichtigung verschiedener Entwicklungsstrategien
  • Standortscharfe Infrastrukturnachfrageprognose
  • Kosten-Nutzen-Analyse der Wohnbauflächenpotenziale
  • Quantitative und qualitative Standortbewertung der Wohnbauflächen anhand verschiedener Zielgruppen
  • Städtebauliche Nutzungskonzepte
  • Strategieempfehlung für die Stadtentwicklung
  • Erstellung eines Monitoringtools für die Bevölkerungsentwicklung