LEANkom Rheinland-Pfalz

Der Folgekostenrechner LEANkom in der Praxisanwendung; Modellprojekt in Rheinland-Pfalz zur Sensibilisierung kommunaler Entscheidungsträger für ein nachhaltiges Flächenmanagement

Zwei Landesministerien in Rheinland-Pfalz haben in zehn Kommunen des Landes ein Modellprojekt gestartet, mit dem die dortigen Entscheidungsträger für ein nachhaltiges kommunales Flächenmanagement sensibilisiert und bei dessen Umsetzung unterstützt werden sollten. Zur Ermittlung der Folgekosten einer Baulandentwicklung sollte ein so genannter Folgekostenrechner eingesetzt werden. Ziel des Modellprojekts war es, den kommunalen Entscheidungsträgern künftig geeignete unterstützende Werkzeuge für eine bedarfsgerechte und nachhaltige Siedlungsentwicklung bereitstellen zu können.

Lösung 

Der von SSR bereits andernorts mit Erfolg eingesetzte Folgekostenrechner LEANkom wurde bei diesem Vorhaben in allen beteiligten Modellkommunen angewendet. Das Team von SSR Schulten Stadt- und Raumentwicklung hat das Vorhaben fachlich in Kooperation mit der nts Ingenieurgesellschaft mbH begleitet. Eine Kernaufgabe bestand dabei in der Anpassung des Modells LEANkom an die spezifischen Regelungen des kommunalen Finanzausgleichs und die Besonderheiten in der Datenhaltung der Modellkommunen. Im Gegensatz zu anderen Folgekostenrechnern werden Einnahmen und Kosten einer Baulandentwicklung in LEANkom durch eine Grenzkostenbetrachtung ermittelt. Ermöglicht wird eine genauere Abbildung der Effekte neuer Baulandausweisungen.

Erfolg 

Neben der Kostenbilanzierung modelliert LEANkom auch die Bevölkerungsentwicklung abhängig von gewählten Baulandentwicklungsstrategien und zeigt die Effekte dieser Strategien auf die Nachfrage nach sozialen Infrastruktureinrichtungen. Die Modellkommunen haben insgesamt rund 350 Planungsvarianten für die Modellberechnung eingegeben.

LEANkom wird von SSR in vielen Praxisprojekten erfolgreich angewendet und wurde im Rahmen der Projektbearbeitung bereits in zahlreichen Bereichen weiterentwickelt. Gerne stellen wir Ihnen das Programm auch persönlich vor.

zentrale Projektbausteine 

  • Aufbau des LEANkom-Modells für zehn Modellkommunen (u. a. Bevölkerungsmodell)
  • Schulung der Anwender in den Modellkommunen
  • Laufende Beratung der Anwender
  • Neuprogrammierung des Modells für den kommunalen Finanzausgleich
  • Anpassung und Erweiterung der Benutzeroberfläche von LEANkom
  • Auswertung der Baulandstrategien
  • Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse in kommunalen Workshops