LEADER-Bewerbung GT 9 (Kreis Gütersloh)

Gebietsbezogenes integriertes ländliches Entwicklungskonzept (GIEK), erstellt als Grundlage für die gemeinsame LEADER-Bewerbung von 9 Kommunen im Kreis Gütersloh („GT 9“)

Die Städte und Gemeinden Borgholzhausen, Gütersloh, Halle (Westf.), Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg, Versmold und Werther (Westf.) haben sich unter dem Namen GT 9 zusammengefunden, um ihre Kooperation auszubauen und sich den Aufgaben der ländlichen Entwicklung gemeinsam zu stellen. Zusammen mit den Akteuren für die ländliche Entwicklung sollen die künftigen Herausforderungen wie der demografische, soziale sowie wirtschaftliche Wandel angegangen werden und die Zukunft der Region gemeinsam gestaltet werden. Die Bewerbung für die LEADER-Förderperiode 2014-2020 bietet eine große Möglichkeit: Damit für das regionale Vorgehen grundsätzlich neue Wege für eine gemeinsame Strategie und innovative Ansätze entwickelt und umgesetzt werden können, soll das EU-Förderprogramm LEADER für ländliche Gebiete genutzt werden. Die Grundlage für die Bewerbung für die LEADER-Periode 2014-2010 ist ein gebietsbezogenes integriertes ländliches Entwicklungskonzept (GIEK), das von August 2014 bis Februar 2015 von SSR erarbeitet wurde.

Lösung 

Mehr als 150 Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Vereinen, Verbänden, Stiftungen und Bürgerschaft wurden an der Erstellung des GIEK beteiligt und formulierten eine Entwicklungsstrategie mit ersten Maßnahmen zur Umsetzung. Im Ergebnis wurden in vier Handlungsfeldern zwölf Maßnahmenbündel zur Umsetzung der formulierten Entwicklungsstrategie ausgearbeitet. In zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen wurde eine Vielzahl von Akteuren aus der Region erreicht und in den Entwicklungsprozess einbezogen – darunter sowohl institutionelle Vertreter als auch engagierte Bürger. Ein wichtiges Ziel in diesem Prozess war die Bildung regionaler Netzwerke, die über die Phase der Bewerbung und die Laufzeit der aktuellen LEADER-Förderperiode  hinaus Bestand haben. Es sollen dauerhaft Ressourcen koordiniert eingesetzt sowie Wissen und Erfahrungen zwischen den Akteuren ausgetauscht werden, um den Herausforderungen des ländlichen Raumes begegnen zu können.

Erfolg 

Die LEADER-Bewerbung „GT 9“ wurde im Februar 2015 beim zuständigen Landesministerium eingereicht. Bei der Auswahlentscheidung des Landes wurde die Bewerberregion aus haushaltstechnischen Gründen vorerst nicht in die Förderung der Periode 2014-2020 aufgenommen. Im Sommer 2016 schließlich wurde die Region als eine von zehn Regionen aus den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens in das neue Förderprogramm VITAL.NRW aufgenommen. Damit soll die Umsetzung von regionalen Entwicklungsstrategien unterstützt werden.

zentrale Projektbausteine 

  • Gebietsbeschreibung der Bewerberregion mit Ausgangslage und Bestandsanalyse
  • Stärken-Schwächen-Profil
  • Entwicklungsziele
  • Aktionsplan mit Maßnahmenbündeln
  • Evaluationskonzept
  • Finanzierungskonzept