ISEK Hillerheide

Erarbeitung eines Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes für den Stadtteil Hillerheide der Stadt Recklinghausen

Die Stadt Recklinghausen beabsichtigt, für alle Stadtteile integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte zu erarbeiten, die gemeinsam die Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans bilden. Hillerheide wurde als Pilotstadtteil ausgewählt, weil es besonders stark von Verkehr belastet ist und weil in seinem Zentrum das ehemalige Trabrennbahngelände liegt – eine politisch und öffentlich umstrittene Brachfläche von stadtweiter Bedeutung. Mit der Erarbeitung des Konzepts sollten zudem für Recklinghausen neue Wege einer intensiven Bürgerbeteiligung beschritten werden.

Lösung 

SSR hat eine integrierte Bestandsanalyse für den Stadtteil durchgeführt und zentrale Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken für Hillerheide herausgearbeitet. Darauf aufbauend wurden Leitlinien und Ziele der zukünftigen Entwicklung von Hillerheide festgelegt und in ein räumliches Leitbild übertragen. Der dritte Arbeitsschritt bestand darin, konkrete Projekte und Maßnahmen zu definieren und in einem Rahmenplan zusammenzufassen. Ein Umsetzungsplan gibt u.a. Hinweise zu Möglichkeiten, Hillerheide als Stadterneuerungsgebiet auszuweisen. Alle Bearbeitungsschritte fanden unter intensiver Einbeziehung von Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und lokalen Akteuren statt.

Zur Einbindung der breiten Öffentlichkeit wurde von SSR in Recklinghausen u.a. das innovative (in der Stadt erstmals genutzte) Beteiligungsformat der Wikimap eingesetzt: Sechs Wochen lang bestand die Möglichkeit, im Internet auf einer Karte des Stadtteils Hinweise und Meinungen zu hinterlassen.

Erfolg 

Die Stadt Recklinghausen verfügt über ein breit abgestimmtes und integriertes Stadtteilentwicklungskonzept für Hillerheide, das neben Entwicklungszielen ein umfangreiches Maßnahmenbündel zu vier Leitprojekten definiert. Insbesondere liegt nun ein detaillierter Fahrplan zum weiteren Vorgehen für die Entwicklung des Trabrennbahngeländes vor – mit detaillierten Anforderungen aus Sicht des Stadtteils. Das Konzept erfüllt die Fördervoraussetzungen für die Städtebauförderung und definiert ein förmliches Stadtumbaugebiet.

Angesichts von insgesamt 619 verorteten Einträgen, die über eine Kommentarfunktion zu teils intensiven Diskussionen anregten, war die Einrichtung einer Wikimap ein Erfolg. Diese Form der öffentlichen Einbindung in den Planungsprozess wurde auch in den Medien sehr positiv aufgenommen und hat das Ziel erreicht, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, als es mit einer einmaligen Abendveranstaltung möglich ist.

zentrale Projektbausteine 

  • Themenfeldübergreifendes Stärken-Schwächen-Profil des Stadtteils
  • Leitlinien und Ziele der Stadtteilentwicklung
  • Rahmenplan und Abgrenzung eines Stadtumbaugebiets
  • Handlungs- und Umsetzungsprogramm mit Prioritäten, Maßnahmenbeschreibungen, Zuständigkeitszuordnung und Aufwandsabschätzung
  • Umsetzungs- und Monitoringkonzept
  • Sehr umfassende Akteurs- und Bürgerbeteiligung mit Steuerungskreis, Stadtteil- und Bürgerforum sowie Online-Beteiligung mittels eines Kartentools („Wikimap“).