IIHK Emscherland 2020

Interkommunales Integriertes Handlungskonzept der Emschergenossenschaft und der Kommunen Herten, Herne, Recklinghausen und Castrop-Rauxel für das "Emscherland 2020"

Der Emscher-Umbau ist auf die Zielgerade eingeschwenkt. Unter Federführung der Emschergenossenschaft soll nun als einer der letzten Schritte bis zum Abschluss der Umbaumaßnahmen der Emscher ein gemeinsames Entwicklungskonzept für die gewässernahen Freiräume, Stadtteile und Quartiere der vier Kommunen Herten, Herne, Recklinghausen und Castrop-Rauxel erarbeitet werden. Dieses interkommunale, integrierte Handlungskonzept soll den Zugang zu unterschiedlichen Förderkulissen ermöglichen. Aufbauend auf dem Projektaufruf „Grüne Infrastruktur“ soll mit einem breiten Spektrum nachhaltiger Maßnahmen und Ökosystemleistungen eine Verbesserung der Lebensqualität in den benachteiligten Quartieren erreicht werden.

Lösung 

SSR hat die vier Städte und die Emschergenossenschaft bei der Aufstellung sowie bei der Qualifizierung von lokalen Maßnahmen und Projekten zu einem förderfähigen Gesamtkonzept unterstützt. Hierbei war der erste Schritt ein eingehendes Screening aller bereits vorhandenen Konzepte und Planungen. Vorhandene Unterlagen wurden analysiert und bewertet, anschließend kommunale und sektorale Planungen zusammengeführt und in einem integrierten, gemeinsam getragenen Konzept gebündelt. Ebenfalls wurden Arbeitsgruppen und Workshops mit den Auftraggebern und kommunalen Vertretern zum Ergänzungs- und Qualifizierungsbedarf für das Handlungsprogramm durchgeführt.

Im Anschluss führte SSR eine Bewertung und Qualifizierung vorhandener Maßnahmen im Kontext der deutschen und europäischen Förderkulissen durch und entwickelte ein abgestimmtes Handlungs- und Maßnahmenkonzept einschließlich einer Kosten- und Finanzierungsübersicht (KUF).

Erfolg 

SSR hat gemeinsam mit der Emschergenossenschaft ein innovatives Leitbild und integriertes Handlungsprogramm für die Region erstellt. In seiner interkommunalen Ausrichtung ist das IHK Emscherland 2020 ein Pilotprojekt, das beispielhaft für das gesamte Emschertal – von der Quelle bis zur Mündung – werden könnte. Zum ersten Mal überhaupt wird ein IHK auch auf den neuen Förderaufruf der „Grünen Infrastruktur“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. Zentrale Strategie ist der Aufbau eines Verbundnetzes von Freiflächen mit einem Natur- und Wasser-Erlebnis-Park als Schlüsselprojekt zu schaffen, in denen auf der Grundlage naturbasierter Ökosystemleistungen außerschulische Angebote zum Lernen, für die Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung und damit wiederum ein Beitrag zur gesellschaftlichen Integration geschaffen werden. Modellhaft soll zudem aufgezeigt werden, dass diese außerschulischen Lernangebote präventive Wirkung entfalten können. Insbesondere in benachteiligten Quartieren werden so vielfältige neue Lebensräume für die Menschen der vier beteiligten Städte geschaffen.

Für die Umsetzung des interkommunalen Integrierten Handlungskonzepts Emscherland 2020 ("IIHK Emscherland 2020") erhalten Emschergenossenschaft sowie die Städte Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen rund 25 Millionen Euro vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit gehört das „IIHK Emscherland 2020“ zu den ersten fünf Handlungskonzepten, die im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Grüne Infrastruktur NRW“ gefördert werden. Der Aufruf ergänzt den Aufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ im Rahmen der laufenden EFRE-Periode.

"SSR kann ich weiterempfehlen, weil das Büro ein guter und kompetenter, flexibler Dienstleister ist."

Dr. Martina Oldengott, Emschergenossenschaft

zentrale Projektbausteine 

  • Screening vorhandener Konzepte und Planungen
  • Ergänzende Analysen der benachteiligten Quartiere und Herausarbeiten der Handlungsbedarfe und Potenziale
  • Leitbildentwicklung und Zielkonzept
  • Qualifizierung des Handlungs- und Maßnahmenkonzeptes zur Herstellung der Förderfähigkeit
  • Begleitung und Beratung der interkommunalen Arbeitsgruppe
  • Beratungsgespräche mit dem Fördergeber
  • Redaktionelle und grafische Aufbereitung der Bewerbungsbroschüre