Handlungskonzept Wohnen Rheda-Wiedenbrück

Studie zur Angebots- und Standortsteuerung im Teilsegment des öffentlich geförderten Wohnungsbaus in der Stadt Rheda-Wiedenbrück

Ein quantitativ ausreichendes und qualitativ gutes Angebot an preisgünstigem Wohnraum sichert die Wohnraumversorgung und erhöht die Wohnzufriedenheit in einer Stadt. Der öffentlich geförderte Wohnungsbestand zur Versorgung von Haushalten, die sich auf dem freien Wohnungsmarkt nicht selbst versorgen können, verringert sich aber infolge auslaufender Mietpreisbindungen und fehlender Ersatzbauten. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück suchte nach geeigneten Wegen, um insbesondere in diesem Marktsegment stadträumlich wirksame, strategische Impulse für den Wohnungsbau setzen zu können. Für SSR bestand die Herausforderung deshalb darin, strategische Fragen der Wohnraumversorgung mit konkreten stadträumlichen Standortanalysen zu verknüpfen.

Lösung 

Eine Stadt kann eine gewünschte Standort- und Projektentwicklung aufgrund begrenzter Steuerungsinstrumente nur gemeinsam mit den Marktakteuren erfolgreich durchführen, insbesondere mit den Wohnungsmarktexperten und -akteuren am Ort. Das Instrumentarium der Wohnungsbauförderung bietet zum einen vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von Projekten mit hoher Qualität. Eine strategische Standortsteuerung des geförderten Wohnungsbaus kann zudem positive Impulse für die Stadt- und Quartiersentwicklung erzeugen. Die stadträumliche Standortanalyse wurde standortscharf und zielgruppenorientiert durchgeführt.

Erfolg 

Das Handlungskonzept „Gefördertes Wohnen in Rheda-Wiedenbrück“ ermöglicht erstmals die Verknüpfung von strategischen Fragen der Wohnraumversorgung mit konkreten stadträumlichen Standortanalysen.
Wohl auch wegen des gewählten Analyseansatzes fand „Gefördertes Wohnen in Rheda-Wiedenbrück“ als „good-practice“-Beispiel Einzug in die Broschüre „Kommunale Handlungskonzepte ‚Wohnen‘ - Ideen und Beispiele“ des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. In der Begründung heißt es: „Das Konzept dient vorrangig als Arbeitsgrundlage für die Verwaltung im Bauleitplanverfahren. Der Stellenwert des öffentlich geförderten Wohnungsbaus konnte in der Politik nachhaltig gesteigert werden. Die Akzeptanz des Konzepts ist in der Wohnungswirtschaft sehr hoch. Die Ausweisung von konkreten Standorten, die für den öffentlich geförderten Wohnungsneubau in Betracht kommen, gewährt eine hohe Planungssicherheit für potenzielle Investoren“ (zitiert aus der genannten Broschüre).

zentrale Projektbausteine 

  • Darstellung der Rahmenbedingungen der heutigen Situation des geförderten Wohnungsbaus
  • Zusammenführende Datenanalyse zum Thema
  • Expertengespräche mit lokalen Wohnungsmarktexperten
  • Zielgruppenorientierte Standortanalyse des Stadtgebiets
  • Städtebauliche Entwicklungsskizzen für ausgewählte Standorte
  • Checkliste für zukünftige Projektentwicklungen