Bevölkerungs­modell BMkom

Ein Modell zur kleinräumigen Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsprognosen beinhalten in der Regel eine Fortführung von Trendentwicklungen auf gesamtstädtischer Ebene. Für Rückschlüsse auf Folgen und geeignete Handlungsoptionen benötigen Kommunen jedoch kleinräumige Bevölkerungsmodelle, die zukünftige Baulandentwicklungspotenziale berücksichtigen.

Lösung 

Die Bevölkerungsvorausberechnung mit BMkom erfolgt als komponentenbasierte Modellrechnung und berücksichtigt Geburten, Sterbefälle, Zuzüge und Fortzüge. Berechnungsgrundlage sind Daten des Einwohnermeldewesens für einen angemessenen Stützzeitraum, aus dem sich Entwicklungstrends ablesen lassen. Die Berechnung wird kleinräumig und in drei Varianten durchgeführt. Die Variante „Trend mit Neubau“ schreibt die Bevölkerungsentwicklung unter Berücksichtigung gleichbleibender Muster der Bevölkerungsentwicklung (generatives Verhalten, Lebenserwartung), der Neubautätigkeit sowie der Zu- und Abwanderungen fort. Die Variante „Kein Neubau“ zeigt hingegen die sich ergebende Bevölkerungsentwicklung, wenn keine Neubautätigkeit mehr stattfinden würde, die sonstigen Eingangsparameter aber stabil bleiben; Effekte aus Zuzügen in neu gebaute Wohnungen werden hier entsprechend herausgerechnet und die einbezogenen Wanderungen beziehen sich ausschließlich auf den Wohnungsbestand. Die Variante „Maximale Baulandentwicklung“ ergibt sich, wenn alle Baulandpotenziale im Prognosezeitraum entwickelt würden. Der Unterschied der beiden Varianten zeigt die Bandbreite der durch Baulandentwicklung ausgelösten Bevölkerungsentwicklung.

Erfolg 

BMkom berechnet die Bevölkerungsentwicklung kleinräumig und berücksichtigt dabei die tatsächlichen Baulandentwicklungspotenziale einer Gemeinde. Damit bieten wir unseren Auftraggebern einen realistischen Blick auf die demografischen Prozesse und die Möglichkeiten zur Beeinflussung der Entwicklungstrends.