Befragung zur Gestaltungs­qualität

Bewohnerbefragung zur Gestaltungsqualität von Wohngebieten (Fallstudienanalyse für die Stadt Gütersloh)

Eine Auseinandersetzung mit den Einschätzungen der Bewohner zur gestalterischen Qualität ihrer Baugebiete kann nicht nur für eine Optimierung zukünftiger Bebauungsplanverfahren wichtige Hinweise liefern. Auch für die Stadtentwicklungsplanung und vor allem für die Abstimmung mit Bauträgern und Investoren lassen sich hierzu gewonnene Erkenntnisse nutzen. Mit einer Bewohnerbefragung in mehreren Baugebieten hat die Stadt Gütersloh ermitteln wollen, wie die dort Lebenden die gestalterische Qualität ihres Wohngebietes bewerten. Aus den Ergebnissen der von uns im Auftrag des Fachbereichs Stadtplanung durchgeführten Befragung sollten wir deshalb auch allgemeine Einstellungen zu Gestaltungsfragen von Baugebieten ableiten.

Lösung 

Die Befragung wurde in vier verschiedenen Baugebieten in zwei Formaten durchgeführt. Zum einen wurden im Rahmen einer schriftlichen Befragung alle 130 Haushalte in diesen Gebieten angeschrieben (Rücklaufquote: 37 %), zum anderen wurden 33 persönliche Interviews geführt.

Erfolg 

Das Thema Gestaltungsfreiheit aus Bewohnersicht konnte mit dieser Studie erstmals konkreter untersucht werden. Das Ergebnis zeigt, dass Gestaltungsfreiheit und der Wunsch nach Individualität keinen Widerspruch zu einschränkenden Festsetzungen bilden. Der Wunsch nach Individualität äußert sich vor allem in der freien Farb- und Materialwahl. Hinsichtlich der städtebaulichen Abstimmung von Gebäudeform, Gebäudeproportionen, Gebäudestellungen sowie der Strukturierung des öffentlichen Raums zeigt sich sogar ein Wunsch nach Vorgaben. Die Akzeptanz alternativer Bebauungs- und Gestaltungskonzepte ist relativ groß, wenn damit besondere funktionale Qualitäten verbunden sind.

zentrale Projektbausteine 

  • Literaturanalyse
  • Konzeption einer Bewohnerbefragung
  • Durchführung einer Befragung mittels Fragebogen
  • Durchführung leitfadengestützter Bewohnerinterviews
  • Konzeption und Moderation von Verwaltungsworkshops